Sicher und kosteneffizient Daten sichern

von Deniz Cetin (Kommentare: 0)

Backups- am Besten geht das wie?
Backups- am Besten geht das wie?

Einige unserer Kunden Fragen uns, mit welcher Backup-Strategie man am Besten die Geschäftsdaten sichert. Wir geben Ihnen heute ein Beispiel.

Nutzen, was auch wirklich Sinn macht.

In den meisten Fällen erwischen wir Kunden, die haufenweise Ausrüstung und Server von IT-Firmen erhalten haben. Das sehen wir allerdings oft als viel zu übertrieben an, es gebraucht in der heutigen Zeit nicht extra ein riesiger Server mit hiesigem Verwaltungsaufwand, um Daten schnell, sicher und kosteneffizient zu speichern und verwahren.

An wen ist diese Information gerichtet?

Gleich vorweg: Wir gehen in unserem heutigen Beispiel von mittelständischen Firmen aus, die ihre Daten einfach zentral speichern möchten und von mehreren Rechnern aus darauf zugreifen möchten. Im Regelfall sind das Textdokumente, Tabellen, vielleicht aber auch Bilder und PDF-Dateien. Meistens werden Kopien von E-Mails hier auch gesichert und eingescannte Dokumente ebenfalls. Es gibt natürlich noch viel mehr.

Die klassische 3-2-1 Regel

Die 3-2-1 Regel besagt, dass man drei Datenkopien haben sollte: Einmal die Originaldaten, zwei Backups. Diese zwei Backups sollten auf zwei verschiedenen Geräten gespeichert werden und eins davon sollte sich nicht am Ort der anderen Backups befinden.

Ein konkretes Beispiel mit Fakten und Zahlen

In unserem Büro fliegen etwas mehr Daten herum, als bei unserem Durchschnittskunden. Wir arbeiten auch viel mit Bildern und Videos, bearbeiten diese direkt in unserem Netzwerk. Daher ist eine relativ große Bandbreite gefordert, um diese Daten schnell zu verarbeiten.

Daher stehen bei uns zwei QNAP TS-431P, mit jeweils einer externen Western Digital Elements Festplatte. Das NAS (Network-Attached-Storage) ist unser Ersatz für herkömmliche, große (und laute) Server. Da auf dem Server selbst kaum Rechenarbeit benötigt wird und alles auf unseren Arbeitsrechnern stattfindet, muss das auch nicht sein. Das NAS in unserem Beispiel bietet 4 Schächte für Festplatten, die wir wie folgt aufgeteilt haben:

  • 2 x 8TB HDD Festplatten für Speicher (RAID-1 Konfiguration, Festplatte 1 wird aufFestplatte 2 gespiegelt)
  • 2 x 512GB SSD Festplatten (als Cache, um schnell Daten zu lesen und zu speichern, die im Anschluss an die großen Festplatten weitergeleitet werden)

An einem der USB-Anschlüsse des NAS hängt eine USB 3 Festplatte, bei der täglich die Daten synchronisiert werden. Somit haben wir drei Mal unsere Daten:

  • Einmal im Original auf Festplatte 1
  • Einmal in Kopie auf Festplatte 2
  • Einmal auf einer externen Festplatte

Damit haben wir unsere 3-2-1 Regel allerdings nicht ganz befolgt- wir mogeln an dieser Stelle allerdings auch etwas.  Wir sichern die Daten nicht noch einmal zusätzlich extern, stattdessen wechseln wir wöchentlich unsere externe Festplatten und verstauen diese an einem anderen Ort. Da Cloud-Backuplösungen DSGVO bedenklich sind und zudem relativ hohe Kosten verursachen (und je nach Internetleitung sehr langsam sein können), haben wir uns auf diesen Kompromiss geeinigt. Im Falle eines Brandes im Büro, bei dem NAS und externe Festplatte dahinschmoren, haben wir wenigstens noch unsere Datenkopie, die eine Woche alt ist. Wir verlieren zwar eine Woche an Daten, aber das Risiko ist abzuschätzen und der Verlust hält sich in Grenzen.

Was kostet der Spaß?

Ein kleines Rechenbeispiel für obiges Szenario, allerdings mit nur einem NAS und weniger Speicher (das genügt in der Regel):

  • NAS mit 2 Schächten, ohne SSD-Cache: ca. 200€ oder
  • NAS mit 4 Schächten, mehr Möglichkeiten für mehr Speicherplatz oder SSD Cache: ca. 400€
  • 2 x 4 TB Festplatten: ca. 100€ pro Festplatte
  • externe 4 TB Festplatte: ca. 100€

insgesamt: 500-700€ je nach Ausführung und Größe der Festplatten

Stand: 12.11.2022

Gut, aber wie wird das System eingerichtet?

Da wir einiges an Erfahrung bereits besitzen, ist es für uns ein leichtes Spiel, solch ein System zu integrieren. Wenn die Infrastruktur vor Ort bereits das grundlegende abdeckt (Rechner / Router / Switches / Anschlüsse / Kabel gelegt und vor Ort), benötigen wir nur wenige Stunden, um dieses System zum Laufen zu bringen und dieses mit Ihren Rechnern zu verbinden.

Sie können die gesamte Einrichtung und die Einstellungen natürlich auch selbst vornehmen. Die QNAP NAS' sind ziemlich einfach zu konfigurieren und haben Schritt für Schritt Assistenten. Wenn man sich allerdings nicht mit der Materie auskennt, kann es schnell zu viel werden.

Wir unterstützen Sie daher gerne. Ein unverbindliches Preisangebot können Sie sich jederzeit anfordern lassen, kontaktieren Sie uns hierzu einfach!

Zurück

Einen Kommentar schreiben

Bitte addieren Sie 8 und 3.